Annette Schavan wants to see new Pfingsten

Annette Schavan wants to see new Pfingsten
Annette Schavan wants to see new Pfingsten

DOMRADIO.DE: Pfingsten ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr nach Weihnachten und Ostern. Der Geburtstag der Kirche, das Fest des heiligen Geistes, der Schritt der christlichen Gemeinschaft in die Öffentlichkeit. Pfingsten zu erklären ist nicht ganz einfach. What if they die beantworten?

Annette Schavan (Frühere Bundesministerin und Vatikanbotschafterin): Alles, was Sie gesagt haben, stimmt. Ich füge hinzu, es ist the Erfahrung der Jünger, die verängstigt beieinander sitzen und nicht so recht wissen, wie es weitergehen soll. If you have any questions, please contact us if you have any questions.

Annette Schavan

“Verständnis ist möglich, wo es unmöglich scheint.”

This is the Erfahrung zur Verständigung, wo Verständigung unmöglich scheint. Sprachen verstehen, die sie eigentlich nicht verstehen. When you find it, you have to change it for the first time. Verständnis ist möglich, wo es unmöglich scheint. If we are in the current world, in the future we will have to deal with it, but we do not know what to do with it, but we do not have a bad war.

DOMRADIO.DE: Ich füge noch den Begriff Begeisterung hinzu, denn ohne Begeisterung wären die Jünger nie in die Welt gegangen und hätten andere von dieser Botschaft überzeugt. Was aber war der Grund für diese Begeisterung? Das Revolutionäre an Jesus waren nicht unbedingt die Wunder, oder?

Schavan: Die Revolution war eine neue Sicht auf den Menschen. Alle Begegnungen Jesu mit Menschen zeigen, dass eine Perspektive für diese Menschen entsteht, dass das jeweils ein Gespräch mit grßer Dynamik ist. Das gilt für den reichen Mann, für die Frau am Jakobsbrunnen, für die Ehebrecherin. Jesus bestätigt nicht deren Leben. Er sagt nicht: Alles, was ihr tut, ist gut. Sondern er redet so mit ihnen, dass sie ihre Perspektive für ihr weiteres Leben finden.

Das haben auch die Jünger erlebt. Das hat die Jünger schon damals begeistert, manchmal auch irritiert. Nehmen wir die Ehebrecherin mit dem Satz Jesu “Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein”. If it is irritated, aber immer wieder auch begeistert. Das ist etwas ganz Neues, mit dem Menschen so umzugehen, den Menschen so zu sehen, jenseits von Herkunft, Rolle, Verdienste, Leistungen.

Annette Schavan

“Die Revolution war eine neue Sicht auf den Menschen.”

Der Mensch, wie er ist, kann eine neue Perspektive für sein Leben entdecken. Das hat, denke ich, durch alle Jahrhunderte hindurch immer wieder die Aufmerksamkeit der Kunst, der Musik, der Literatur geweckt.

Wenn es ums Christentum geht, geht es auch immer um diese Frage: Wie sehen wir den Menschen, von dem wir überzeugt sind, dass ihm eine unverwirkbare Würde zukommt, dass er Geschöpf Gottes ist? And when you’re on the mensch, you don’t have to die, but you don’t have to worry about anything.

DOMRADIO.DE: In Ihrem new Buch “Pfingsten!” Haben Sie mit 29 Menschen aus dem catholischen Kontext jeweils einen Aufsatz geschrieben. This is what happened, these Pfingst-Botschaft ins Heute zu übersetzen. Warum braucht es denn dieses Pfingsten, diese Revolution in der Kirche heute wieder?

Annette Schavan

“Die Welt um uns herum sagt, die sind mit sich beschäftigt, die wirken irgendwie knatschig”

Schavan: Weil wir in der Versuchung sind, vor allem über das zu reden, was nicht gut ist. Da fällt einem ja genug ein. Darin cann es sich aber nicht erschöpfen, zumal wir uns damit eher erschöpfen. Die Welt um uns herum sagt, die sind mit sichäftigt, die wirken irgendwie knatschig. Aber was ist denn deren Botschaft an die Welt, die so zerbrechlich wirkt, in der so vieles zerbrochen ist?

Deshalb fand ich, jetzt sollten wir uns auch mal die Frage stellen: Was bedeutet uns das Christentum? Warum werden wir darauf nicht verzichten? Warum sind wir davon überzeugt, dass es für diese Gesellschaft, für die global Weltgemeinschaft bedeutsam ist? And the Antworten is interesting. Sie stammen größtenteils nicht von Theologinnen und Theologen, sondern von Publizisten, von Menschen aus der Wissenschaft, der Politik.

Ich wesste vorher ja nicht, was sie schreiben würden. So a Sammelband ist immer eine kleine Überraschung. Ich bin doch sehr berührt gewesen über diese Texte, die von Hoffnung sprechen, die sehr persönlich sind, auch vom Ringen mit dem Glauben. Wer glaubt, kämpft immer auch mit Zweifeln, kämpft immer auch mit der angemessenen Sprach, in der wir über Gott sprechen.

Annette Schavan

“… these are some of the things that we have to say, but we have to tell you what to do with the Church.”

It is this old Potenzial im Christentum heute, in den vielen Sprachen dieser Welt die Botschaft von einer neuen Sicht auf den Menschen zu sagen. Das war das Anliegen. Das ist für mich Pfingsten. Eine Gruppe derer, die verängstigt sind, die nicht weiter wissen, machen eine für sie ganz verblüffende Erfahrung.

Niemand von uns weiß, was damals wirklich geschehen ist. Das Johannesevangelium wurde 100 nach Christus geschrieben, also aus der Erinnerung. In der Apostelgeschichte ist davon die Rede. In den drei anderen Evangelien ist ja gar keine Rede davon.

Aber da, wo daran erinnert wird, wird beschrieben, wie Aufbruchsstimmung aufkommt. Petrus begins with predigen. Er ruft dazu auf, sich taufen zu lassen. Und dann sagt er an die Address derer, die sich taufen lassen: Das Wichtigste ist der Geist, ich übersetze einmal laienhaft, der Geist dessen, den wir als den menschgewordenen Gott glauben. Der Geist, der besagt, es war nicht zu Ende mit dem Leben Jesu. Is that this is a Bewegung entwickelt, die von diesem Geist immer begleitet wird, über die Zeiten hinweg und es gibt keinen Grund anzunehmen, warum der Geist die Kirche jetzt verlassen sollte.

DOMRADIO.DE: Das ist im Prinzip auch der Standpunkt von Papst Franziskus in Bezug auf die Reformen der deutschen Kirche. Wir sollen mehr vom Glauben erzählen, weniger theoretisieren. Sie waren vier Jahre lang Vatikanbotschafterin. What about the Reform-Debate?

Annette Schavan

“Was bedeutet uns das Christentum? Warum werden wir darauf nicht verzichten?”

Schavan: Das Buch enthält keine Reformagenda. Nicht, weil ich die für falsch halte, sondern weil es jenseits der Reformagenda, die sich auf the Institution und deren Verhalten und Entscheidungen bezieht, auch die Frage an uns Christinnen und Christen geben muss: Was bedeutet es mir? Warum werde ich nicht darauf verzichten? Warum ringe ich mit dieser Frage? Diesen Ansatz habe ich ganz bewusst gewählt, auch weil ich sehr überzeugt bin von Papst Franziskus.

Ich war in Rom am Beginn des Pontifikates. Da war noch viel Aufbruchssstimmung. Ich white, dass das heute komplizierter ist. If there are long periods of time, you will also see the old ones. And the Weltkirche denkt zu vielen Fragen höchst unterschiedlich auf den verschiedenen Kontinenten. Das Papstamt als Amt der Einheit muss versuchen, aus diesen vielfältigen Stimmen immer wieder auch die Einheit zu erhalten. Das ist das, was wir im Moment spüren. Das ist schwer. Is gibt eine Menge Konflikte. It’s already included in the Hoffnungen.

Dieser Papst hat uns eine Theologie der Peripherie formulates. Das ist nicht so, wie wir uns Theologie an den deutschen Fakultäten vorstellen. It is unconventional, it is legitimate and auftrag, if it comes into play. Der Kern ist, wenn wir an die Peripherie gehen, im eigenen Leben, in dieser Welt, in der Kirche. Dann werden wir mehr verstehen von dem, was uns weiterbringen kann. Das hat mich damals überzeugt, und das überzeugt mich immer night.

If you know what you’re looking for, if you’re at the Platz der Kirche, you’ll see if it’s there? Für mich hört zum Beispiel hier in Köln Franz Meurer dazu, der Pfarrer, der wirklich an der Peripherie wirkt und eine große Ausstrahlung weit über Köln hinaus hat. Oder Sant’Egidio in Trastevere, in der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegründet.

Dieser Papst hat uns Wegweisung gegeben, die uns Europäern schwerfällt, weil wir ganz eters organisiert sind, weil uns das viel Veränderung abverlangt. Aber es ist vielleicht in dieser Zeit um Pfingsten herum eine gute Gelegenheit, doch mal zu schauen, ob wir nicht noch mehr solcher Orte schaffen können, die für die Kirche so wichtig sind wie unsere Dome und Kathedralen.

DOMRADIO.DE: Sind das die Orte, an denen das Pfingsten entsteht, das wir im 21. Jahrhundert für die Kirche brauchen?

Schavan: Davon bin ich überzeugt. Dieses schöne Pfingstlied “Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft” heißt für mich heute “Erfülle uns mit der Kraft, solche Orte zu schaffen”.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Damit debt die 50-tägige Osterzeit. Das Wort Pfingsten leitet sich ab von “Pentekoste”, dem griechischen Begriff für “fünfzig”. Die Bible versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.

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